Langenzenner Seniorenrat kämpft für eine Seniorenfahrkarte im VGN

Um dieses Thema aktuell der Öffentlichkeit zu präsentieren, haben wir diesen neuen Link eingefügt, nachdem der Platz zur Veröffentlichung im städtischen Mitteilungsblatt beschränkt ist.

Deshalb möchten wir die Langenzenner Senioren wie die gesamte Öffentlichkeit auf diesem Weg mit dem aktuellen Verlauf informieren.

Beim Beginn unseres Engagements war uns sehr wohl bewußt, dass sich dies über einen längeren Zeitraum von vermutlich Jahren hinziehen wird und einen besonders langen Atem erfordert.

Nachdem es uns vor Jahren sogar gelungen ist, erfolgreich auf die Bundesgesetzgebung beim Thema "Pflege" Einfluss zu nehmen, sehen wir auch dieses Engagement als besondere Herausforderung an.

Begonnen haben wir mit dem Thema 2017. Wir waren damals die erste Organisation, die sich überhaupt für das Thema Seniorenfahrkarte in Franken eingesetzt hat.

Damals haben wir 2 grundlegende Untersuchungen angestellt.

1.) Vergleich aller großen deutschen Verkehrsverbünde auf Angebote für Seniorenfahrkarten

2.) Stadt-Land-Fahrpreisvergleich im VGN

Dazu hatten wir 2 gleichlange Strecken nach km und Fahrdauer ausgewählt

a) Langenzenn - Nürnberg Hbf

b) Fürth-Burgfarrnbach nach Nürnberg-Langwasser

 

17-03-00 ÖPNV-Vergleich.doc

 

1. Ergebnis: Der VGN als 2. größter Flächenverkehrsverbund in Deutschland hat als einziger keine verbilligte Seniorenfahrkarte.

Die billigste Monatskarte wäre die Mobicard mit Ausschlusszeit ab 9 Uhr für Langenzenn mit 89,70 € (Stand 2017)

Im Vergleich dazu:

Berlin-Brandenburg (die 2 Bundesländer komplett) Monatskarte für Senioren für 49,25 €

VVS Stuttgart 45,50 €

VRN Rhein-Neckar 42,10 € (von Würzburg bis Kaiserslautern, von Homburg-Mannheim)

MVV München 54 €

VRR Rhein-Ruhr-Wupper 83,60

HVV Hamburg 83,50 €

 


 

Ergebnis der 2. Untersuchung:

Der Langenzenner Bürger zahlt für die selbe Fahrstrecke zwischen 58 und 124 % mehr als der Stadtbewohner (je nach Fahrkartenart vom Einzelfahrschein bis zur 9 Uhr Mobicard). Das Tagesticket solo gibt es für die Landbewohner überhaupt nicht.

Diese generelle Benachteiligung trifft auf den gesamten ländlichen Raum in der VGN-Tarifstruktur zu.

Dies hat uns motiviert, sich hier für eine entsprechende Veränderung einzusetzen.

 

Deshalb unsere zentrale Forderung:

1. Einführung einer verbilligten Seniorenfahrkarte im VGN als Monatsticket, wie als Einzelfahrschein oder als Gruppenfahrkarte (ab 2 Personen) als ersten Schritt

 

2. Die Einführung einer vergünstigten Seniorenfahrkarte ist gleichzeitig der erste Schritt zu einer gesamten Tarifreform im VGN (billiger und übersichtlicher).

 

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Zu unseren bisherigen Aktivitäten nachfolgende eine kleine Dokumentation unseres vielschichtigen Einsatzes, die immer wieder aktualisiert wird:

 

 

März 2020:

 

VGN-Seniorenfahrkarte Thema bei INIVIVA-Seniorenmesse in Nürnberg

 

Zum Podiumsgespräch Thema Mobilität und Senioren war der Langenzenner Seniorenratsvorsitzende Hans Klinner zur Diskussion mit dem VGN zum Thema Seniorenfahrkarte im Rahmen der Seniorenmesse INVIVA am 01. März 2020 eingeladen.

Leider hat sich der VGN der Diskussion nicht gestellt !!

Deshalb gab es ein Kreuzverhör des Veranstalters Magazins sechs+sechzig, in dem Hans Klinner die Situation darstellte und die Forderungen speziell nach einem günstigen Tagesticket im VGN einbrachte. Grundsätzlich wurde bemängelt, dass der VGN als einziger großer deutscher Verkehrsverbund kein verbilligtes Seniorenticket hat.

Es blieb auch die Frage offen, warum alle Entscheidungen des VGN in nicht öffentlichen Sitzungen getroffen werden, wo doch ein Großteil des VGN aus Steuergeldern besteht.

 

Februar 2020

Seniorenfahrkarte auch Thema bei der Landrats-Kandidaten-Diskussion

Seniorenratsvorsitzender Hans Klinner hat unter viel Beifall die Forderung nach einer günstigen VGN-Tagesfahrkarte in die von den Fürther Nachrichten durchgeführte Podiums-Diskussion der Landrats-Kandidaten eingebracht. Leider haben die Landratskandidaten von CSU, Grüne und SPD unisono das 365-€-Ticket für alle bevorzugt und keine Bewegung hin zu einem günstigen Tagesticket erkennen lassen.

 

 

Anders sieht es bei einzelnen Parteien in Mittelfranken aus, die unsere Forderungen übernommen haben.

So zum Beispiel die Freien Wähler in Fürth, die ein 365 €-Ticket für alle fordern, ebenso wie ein Tagesticket für 1,00 €. In Nürnberg sammelt die Linke aktuell Unterschriften für ein 365-€-Ticket für alle um einen Bürgerentscheid herbeizuführen.


 

Januar 2020

In der mittelfränkischen AG VGN-Seniorenfahrkarte wird das aktualisierte Positionspapier beraten und einstimmg verabschiedet. Dieses Papier geht an alle Seniorenräte in Mittelfranken, als weitere Argumentationshilfe für die örtlichen Aktionen und Eingaben an die verantwortlichen Politiker.

20-01-23 Positionspapier fin..pdf

 

 

November 2019

Der Seniorenrat Langenzenn bringt ein neues Positionspapier zum Thema VGN-Seniorenfahrkarte ein, das die Diskussion aus der Bezirksversammlung aufnimmt und speziell die Forderung nach einem günstigen Senioren-Tages-Ticket forciert.

 

Oktober 2019

Am 30. Oktober hat sich die LSVB-Bezirksversammlung Mittelfranken mit dem Thema befasst und die weitere Arbeit der Seniorenräte zu dem Thema koordiniert.

Gespräch mit MdB Christian Schmidt auf Initiative des Seniorenrates Bad Windheim; Teilnehmer Erika Reichert, Frank Lauer, Hans Klinner

Ziel: MdB Schmidt als gewichtigen Fürsprecher in der CSU für eine Seniorenfahrkarte zu gewinnen. Außerdem wurde von uns u.a. eingebracht eine stärkere Finanzierung des ÖPNV durch den Bund (Klimapapier).

 

 

Langenzenner Seniorenrat beschließt aktuelles Positionspapier mit der erneuten Forderung nach einem günstigen Seniorentagesticket und einer Monatskarte auf dem Niveau des Münchner Verkehrsverbundes MVV.

 

September 2019: Teilnahme am Seniorentag des Seniorenrates Bad Windsheim mit einem Infostand zum Thema "VGN-Seniorenfahrkarte"

 

August 2019: Langenzenner Seniorenrat lädt VGN-Geschäftsführung zum erneuten Gespräch ein. VGN nimmt Einladung nicht an und verweigert das Gespräch.

Seniorenrat Langenzenn führt Gespräch mit Landrat Matthias Dießl zum Thema und schlägt erstmals vor, den Landkreis als Testregion für eine Seniorenkarte zu benennen. Außerdem wird über ein "Abschmelzen der Ausschluss-Zeiten" diskutiert, sowie über Inhalte des neuen VGN-Innovationspaketes.

 

 

Juli 2019: Sitzung der LSVB-AG VGN-Seniorenfahrkarte in Weisendorf/Lkrs. ERH zur weiteren Abstimmung der gemeinsamen Arbeit

 

Juni 2019: Vorlage eines schriftlichen Berichtes der AG "VGN-Seniorenfahrkarte" zur LSVB Bezirksversammlung in Fürth

April 2019: Presse-Gespräch mit den Fürther Nachrichten, indem vor allem die Einführung einer günstigen Einzelfahrfahrkarte für Senioren gefordert wurde. Ggf. auch mit dem Landkreis Fürth als Testregion.

 

März 2019: Gesprächsrunde mit BM Bernhard Kisch und dem Seniorenrat der Stadt Bad Windsheim mit Berichterstattung in der Fränkischen Landeszeitung.

Brief an OB Dr. Thomas Jung und OB Dr. Ulrich Maly, Staatsminister Thorsten Glauber mit der Bitte um Unterstützung des Vorhabens "verbilligte Seniorenkarte im VGN".

19. März - weitere Antwort des Staatsministeriums: Bekräftigung des Koalitionsvertrages mit dauerhaften Einführung eines 365-€-Jahrestickets in den Ballungsräumen und neue Tarifangebote für Jugendliche. Die Einführung günstiger Tarifangebote für Senioren ist nicht geplant. Grundsätzlich entscheiden die Verkehrsunternehmen vor Ort über die Tarifgestaltung. Der Freistaat beabsichtigt nicht in die Strukturen einzugreifen. Die aktuelle zusätzliche Förderung des MVV ist keine Dauer- und Regelunterstützung und dient nur dazu die Neustrukturierung des MVV-Tarifsystems teilweise auzugleichen.

Brief an MdB Martin Burkert, mit der Bitte für den ÖPNV speziell im ländlichen Bereich und zur Fahrpreissenkung auch Bundesmittel bereit zu stellen

 

Gespräch mit MdL Barbara Becker (Kitzingen).

 

Februar 2019: Gespräch mit Staatsministerin Melanie  Humml mit anschl. Briefwechsel.           

Gesprächsrunde mit MdL Petra Guttenberger gemeinsam mit dem Seniorenrat der Stadt Fürth.

Gespräch mit MdL Gabi Schmidt (Freie Wähler)

 

Brief an Staatsminister Dr. Reichhart, bei der die Forderung nach einer verbilligten Seniorenkarte im VGN unterstrichen wurde - auch für Einzelfahrten bzw. Tagesticket.

 

13. Februar - Anwort des Bay. Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr: In der Regierungserklärung des Ministerpräsidenten vom 11.12. wurde das 365-€-Jahresticket als langfristiges Ziel der Staatsregierung benannt. Das Staatsministerium entwickelt dazu aktuell Vorschläge für eine schrittweise Umsetzung. Weitergehende Auskünfte derzeit nicht möglich. Hinweis auf Nachtragshaushalt 2018 und Entscheidung im Frühjahr 2019 zu Doppelhaushalt 2019/2020. Ob hier Mittel für den Großraum Nürnberg zur Verfügung gestellt werden, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Desweiteren hat der VGN selbst eine entscheidende Stimme.

AG Seniorenfahrkarte im VGN innerhalb der Landesseniorenvertretung Bayern-Bezirk Mittelfranken: Die zu dem Thema aktiven Seniorenräte aus Mittelfranken trafen sich unter Leitung von Hans Klinner im goldenen Saal des Rathauses der Stadt Schwabach um weitere örtliche Aktionen zu beraten und zu koordinieren.

 

Gespräch mit dem Vorsitzenden der FW-Bezirkstagsfraktion Walter Schnell

 

Januar 2019: Kontakt mit MdL Hans Herold (Landtagsfraktions-Klausur Schloß Banz); Seniorenrat der Stadt Oberasbach unterstützt Initiative; Kontakt BM Kirsch Bad Windsheim;

 

Dezember 2018: Gespräche mit BM Uwe Emmert Wilhermsdorf, Dr. Birgit Kreß Markt Erlbach und Walter Schnell Kammerstein sowie AWO-Landesvorsitzender Dr. Thomas Beyer in München

 

 

17. Dezember Antwort der Staatskanzlei: 365-€ soll Tarifsystem vereinfachen und Attraktivität des ÖPNV steigern. Umsetzung mittel- bis langfristig geplant, deshalb noch keine konkreten Aussagen für den Raum Nürnberg-Fürth-Erlangen möglich. Unser Schreiben wird an den nun zuständigen Minister Dr. Reichhardt zur Beantwortung weitergeleitet.

Thema eingebracht in Organisationsbesprechung AWO-Bezirksverband Ober- und Mittelfranken (Reaktion Landkreise positiv, Städte zurückhaltend)

 

November 2018: Kontaktaufnahme Fränkischer Albverein

26.November - Unsere Antwort auf das Schreiben der Staatskanzlei vom 19. Oktober mit gezielten Fragen zur Einführung des 365-€-Tickets, zur Frage der Änderung der Tarifstruktur im VGN auf dem Hintergrund, dass der Freistaat Gesellschafter beim VGN wird mit ähnlicher finanzieller Beteiligung wie in München; Angebot zum Gespräch.

 

Oktober 2018: LSVB-Bezirksversammlung Fürth: Feedback der Seniorenräte verhalten (die wenigsten haben sich bislang intensiv mit beschäftigt). Weiteres Vorgehen thematisiert.

Anschließend 2. Sitzung der "AG VGN-Seniorenfahrkarte": H. Klinner zum Sprecher bestimmt. Aufgaben zur Kontaktaufnahme mit örtlichen Politikern wurden verteilt.

19. Oktober: Antwort der Staatskanzlei auf unser Schreiben vom 12. Juli: Verweis auf Zuständigkeit des VGN für Seniorenfahrkarte und bereits existierende 9-Uhr-Mobicard

August: Erste Sitzung der AG VGN-Seniorenfahrkarte im LSVB Mfr in Schwabach: Seniorenrat Langenzenn legt Briefentwurf an alle Seniorenvertretungen im VGN vor, der so beschlossen wird, mit Rückmeldung bis Ende Oktober.

Juli 2018: Gespräch mit MdL Hans Herold (CSU) mit Übergabe der Untersuchungs-Unterlagen; sichert Unterstützung des Anliegens zu.

12. Juli: Schreiben an Ministerpräsident Dr. Markus Söder mit Darstellung der durchgeführten Untersuchungen und aktuelle Bezugnahme zur Regierungserklärung vom 18. April (Förderung ÖPNV). Forderung nach einer verbilligten Seniorenfahrkarte im VGN; Förderung des VGN analog des Münchner Verkehrsverbundes MVV und damit Sicherung der Mobilität für die ältere Generation und Beitrag zum Klimaschutz

10. Juli: Sprecher der Landkreis-Senioren lehnen Unterschriften-Sammlung ab.

 

04. Juli 2018: H.Klinner erstellt Entwurf für die gewünschte Unterschriften-Sammlung für das Treffen der Landkreis-Senioren am

20. Juni 2018: LSVB-Bezirksversammlung in Fürth: Seniorenrat Langenzenn bringt Antrag zum Thema ein. Eine eigene Arbeitsgruppe wird gebildet

Landkreis-Senioren wünschen Unterschriften-Sammlung

12. Juni 2018: LSVB-Landesdelegierten-Versammlung in Kempten: Seniorenrat Langenzenn hat Antrag eingebracht auf Einführung von verbilligten Seniorenfahrkarten in allen bayerischen Verkehrsverbünden. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.

 

07. Mai 2018: Umwelt- und Verkehrsausschuss des Landkreises Fürth beschließt einstimmig Antrag zur Weiterentwicklung des ÖPNV, u.a. mit Seniorenkarte. Grundlage ist der CSU-Antrag vom 27.03.

 

22. April 2018: Mail an alle Fürther Kreistagsfraktionsvorsitzenden mit der aktuellen Forderung des Langenzenner Seniorenrates

22. März 2018: FN Presse-Artikel: Benachteiligt der VGN die Landbewohner?

20. März 2018: Vorstellung des Themas in der Sitzung der AG Landkreis-Senioren

16. März 2018: FN Presse-Artikel: Ruf nach billigerem Ticket für ältere Menschen

05. März 2018: Pressegespräch bei Fürther Nachrichten

27. November 2017: Thema in der LSVB-Bezirksversammlung Mittelfranken in Herzogenaurauch eingebracht. Mehrheitliche Zustimmung beschlossen mit Bildung einer eigenen Arbeitsgruppe zur weiteren Verfolgung des Themas

24. Oktober 2017: Gespräch mit LR Matthias Dießl und Sachgebietsleiter Herr Alter im Landratsamt

10. Oktober 2017: Gespräch mit der Zentrale des VGN in Nürnberg:

Ergebnis Der VGN sieht keine Notwendigkeit für eine eigene Seniorenfahrkarte mit der Begründung man habe ja mit der 9 Uhr-Mobicard praktisch eine verbilligte Seniorenfahrkarte.

28. September 2017: Kontaktaufnahme mit Landrat Mathias Dießl

01. Mai 2017: Erstes Mail an die Geschäftsführung des VGN mit der Frage warum es keine verbilligte Seniorenfahrkarte gibt. In der Nachfolge mehrere telefonische Kontakte