Einzelheiten zu den Themen sind den Protokollen bzw. der Homepage-Seite "aktuelles" zu entnehmen




April - Juni 2022

- Pressemitteilung und Verkaufsaktion zum 9 €-ÖPNV-Ticket

- Erinnerung wegen ausstehender Klärung zur Versicherung im Ehrenamt

- Antrag an den Stadtrat zur Umsetzung des seniorenpolitisches Gesamtkonzept des Landkreises für die Stadt Langenzenn

- Stellenprofil für die neu zu schaffende Stelle "Soziales" beschlossen zur Weiterleitung an die Stadt

- Antrag an die Stadt auf Entfernung der Parknägel (Sturzgefahr für Geh- und Sehbehinderte)

- Anträge für Bürgerversammlung beraten (Seniorenwohnungen, öffentliche Toiletten, etc.)



Januar - März 2022

- Anfrage an Stadt Langenzenn nach weiterem Raum für PC-Einzel- oder Kleingruppen-Schulungen. 

Ergebnis: Abgelehnt, da keine zusätzlichen geeigneten Räumlichkeiten vorhanden.


- Gespräch mit Bürgermeister Jürgen Habel über aktuelle Situation, vor allem Problem nicht vorhandener Räumlichkeiten


- Vergleichsuntersuchung der Fahrpreise im ÖPNV mit dem Müchner Verkehrsverbund MVV.

Ergebnis: München hat Senioren-Monatskarte für 49,50 € und außerdem Fahrpreise die wesentlich günstiger sind als bei uns im VGN. Zum Beispiel zahlt man für die Strecke Langenzenn-Nürnberg Hbf 243 % mehr als in München !!!!

- Wiederholung der Kontaktaufnahme zu den bayerischen Landtagsfraktionen zum Thema "Bayerisches Seniorenmitwirkungsgesetz".


- Antrag an den Stadtrat auf bevorzugte Nutzung des Bürgerhauses



Oktober-Dezember 2021

- Pressemitteilung "Keine innovative Verkehrswende im Landkreis Fürth" + Pressebericht der Fürther Nachrichten dazu (siehe Link: VGN-Seniorenkarte

https://seniorenrat-langenzenn.hpage.com/vgn-seniorenkarte.html).


- "Seniorenwohnen" Thema in Gesprächen mit der Stadt und in der Vollversammlung am 27. Oktober


August-September 2021

- Antrag an den Stadtrat zur Verbesserung der Matrix für die kommunale Ehrung für das ehrenamtliche Engagement

- aktive Mitarbeit im landkreisweiten "5-15-365 Bündnis ÖPNV für alle im Landkreis Fürth"

- Fortführung der Gespräche mit den Stadtratsfraktionen von SPD, Grünen und Freie Wähler


Juli 2021

- Gespräch mit der Stadtratsfraktion der CSU


Bericht des Seniorenrates im Hauptausschuss des Stadtrates Langenzenn 

am Mittwoch, 14. Juli 2021 

(es gilt das gesprochene Wort)

 

TOP 1.1. Jahresbericht Seniorenrat

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

meine sehr verehrten Damen und Herren des Stadtrates

 

vielen Dank für die Möglichkeit des Berichtes für den Seniorenrat im Hauptausschuss. Angesichts der wenigen zur Verfügung stehenden Zeit kann ich nicht auf Einzelheiten eingehen, sondern nur Schwerpunkte anreißen. 

Wir stehen jedoch allen Fraktionen immer zu vertiefenden Gesprächen gerne zur Verfügung.

 

Der heutige Bericht knüpft an, an den letzten Bericht im Hauptausschuss am 21. Oktober 2020 und erstreckt sich bis Juli 2021.

 

 

Turnusgemäße Neuwahl im Oktober 2020

Unsere Vollversammlung mit Neuwahl des Seniorenrates für die 3-jährige Amtsperiode bis 2023 war trotz Corona die bestbesuchteste in den bislang 14 Jahren unseres Bestehens überhaupt.

Wir hatten dabei noch Glück, indem wir gerade eine Pandemie-Lücke nutzen konnten, in der die Veranstaltung mit 46 Leuten unter den bestehenden Reglungen möglich waren.

 

Thema Kandidatensuche: schwierig aber trotzdem erfolgreich – 

 

Wir hatten im Vorfeld über 20 Kandidatinnen und Kandidaten angesprochen, die unseres Erachtens gut geeignet waren, um für den Seniorenrat erstmals zu kandidieren. 

 

Es blieben gerade mal 2 neue übrig.

 

Dies ist eine Entwicklung, die sich in allen Vereinen breitmacht: Ein längerfristiges verantwortliches Engagement als Vorstand ist kaum mehr attraktiv. Was besser geht ist das kürzere Engagement- vielleicht noch projektbezogen.

 

Deshalb wird auch zu diesem Punkt in den kommenden Wochen noch ein Antrag auf Satzungsänderung von uns kommen, dies schon gleich mal als Ankündigung vorweg.

 

Corona

An diesem Thema kommen wir natürlich in unserer Rückschau auch nicht vorbei. Die Pandemie hat die öffentlichen Aktivitäten des Seniorenrates über viele Monate sehr eingeschränkt; einige Wochen kam die Arbeit des Seniorenrates ganz zum Erliegen. 

 

Hatten wir als komplett ehrenamtlich arbeitende Einrichtung der Stadt Langenzenn im Jahr 2019 noch einen Teilnehmerhöchststand von 4.060 Personen bei unseren Veranstaltungen erreicht. 

Im Jahr 2020 sank unsere Teilnehmerzahl auf 2.151 Teilnehmer pandemiebedingt. Dies ist im Vergleich mit anderen Seniorenräten im Landkreis nach wie vor ein Spitzenplatz.

 

Wir haben dann unsere Arbeits-Sitzungen umgestellt auf Video-Konferenzen. Zugute kam uns auch, dass wir bereits im Frühjahr 2020 einen geschäftsführenden Ausschuss gebildet hatten, der dann auch die Geschäfte in verkleinerter Personenzahl weiterführen konnte.

 

Wir haben auch digitale Veranstaltungsangebote gestartet, die aber eher weniger wahrgenommen wurden. 

Eine sehr gute Veranstaltung war die online-Führung durch eine behinderten- und seniorengerecht ausgestattete Musterwohnung im Landkreis Roth. Dies war sehr ergiebig.

 

Um ein 2. Beispiel zu nennen – das Projekt „Seniorenfrühling“. Hier hatten wir eine Online-Plattform angeboten, bei der sich Senioren zu gemeinsamen Unternehmungen im kleineren Kreis verabreden konnten. Hier gab es keine Nachfrage.

 

Eine ähnliche Erfahrung hat zwischenzeitlich auch das Langenzenner Quartiersprojekt mit seinen digitalen Angeboten gemacht.

 

Seit dem Frühjahr 2021 haben wir Zug um Zug unsere Aktivitäten wieder ausgebaut und hoffen natürlich darauf, dass es keinen weiteren Lockdown mehr gibt.

 

 

Haushalt

Zur Haushaltssituation ist zu sagen, dass die Haushaltsmittel für das Jahr 2020 ausreichend waren. Der seit Jahren gleiche Haushaltsansatz wird voraussichtlich auch in diesem Jahr 2021 ausreichend sein.

 

Die einzige Steigerung die sich auch für die Zukunft ergeben wird, werden die Kosten für das Mitteilungsblatt sein. 

Sie haben es sicherlich bemerkt, dass wir nach mehreren Bitten aus dem Kreis der Senioren die Schriftgröße bei unserer blauen Seite vergrößert haben. Dies ist eine seniorenfreundliche Maßnahme, da man eine Lektüre wie das Mitteilungsblatt nicht gerade gut mit der Lupe lesen kann.

 

Im laufenden Jahr 2021 können die erhöhten Kosten für das Mitteilungsblatt anderweitig kompensiert werden, auch aufgrund der wenigeren Aktivitäten im 1. Halbjahr.

 

 

Sozial-Beratung

Im Berichtszeitraum ist die soziale Beratung weiterhin angestiegen. Auch weil die städtische Bürgerberatung verstärkt auf uns hingewiesen hat. Dieses Angebot des Seniorenrates wurde auch während der Pandemie aufrechterhalten. 

 

Teilweise wurden von Manfred Lober und Heidemarie Reuther auch Hausbesuche durchgeführt und damit aufsuchende Sozialarbeit durch den Seniorenrat geleistet.

 

 

Seniorenpolitik

Der Seniorenrat widmete sich angesichts der nicht möglichen Veranstaltungen verstärkt seiner seniorenpolitischen Aufgabenstellung als Interessenvertretung der älteren Generation.

 

Die Bemühungen der von uns eingeforderten günstigen Senioren-Tages-Fahrkarte im VGN waren bislang nicht von Erfolg gekrönt. 

Deshalb haben wir nun einen weiteren Schritt unternommen als Gründungsmitglied der Initiative „5-15-365 – Bündnis ÖPNV für alle im Landkreis Fürth“.

Die 5 steht für ein VGN-Tagesticket für 5,00 € - unsere alte Forderung -; die 15 für ein monatliches Sozialticket für Menschen mit geringem Einkommen für 15 € und die 365-€- für das Vielfahrer-Jahres-Ticket. 

 

Bayerisches Seniorenmitwirkungsgesetz

Die bayerische Koalitionsregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag verankert, dass im Laufe der Legislaturperiode für Bayern ein Seniorenmitwirkungsgesetz geschaffen werden soll, dass die Mitwirkung von Seniorenräten insbesondere auf der kommunalen Ebene klarer regelt. 

 

Hier bringen wir uns mit den vielfältigen eigenen Erfahrungen natürlich auch ein, da eine verbindlichere Regelung unseres Erachtens überfällig ist, da es hier in Bayern sehr große Unterschiede gibt.

 

Doch zurück zur Langenzenner Ebene und dem letzten Teil unseres Berichtes

 

Neukonzeption der Nachbarschaftshilfe

Aktuell arbeiten wir an einer Neukonzeption der Langenzenner Nachbarschaftshilfe. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat hier vorhandene Lücken hervorgebracht. 

 

Dazu kam, dass die bestehende Nachbarschaftshilfe um Personen wie Frau Gerl, Frau Keller, Frau Leierseder auf den Seniorenrat zukam, er möge dieses Arbeitsfeld übernehmen, da sie aus Altersgründen dies nicht mehr leisten können.

 

Hier haben wir eine eigene Arbeitsgruppe initiiert, die sich Beispiele aus anderen Kommunen angesehen und nachfolgend ein erstes Gedankenmodell entwickelt hat, das auch der Stadtspitze bereits vorgetragen wurde und sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt im Stadtrat noch beraten werden wird. 

 

Zielsetzung ist der Neuaufbau einer Nachbarschaftshilfe in und für Langenzenn. Das operative Geschäft könnte dabei auf das Quartiersprojekt übergehen und somit auch eine Erweiterung der Einsätze möglich machen. Der Seniorenrat war ja bereits im letzten Jahr dabei, eine Handwerker-Gruppe aus der Taufe zu heben.

 

Aktuell gilt es, wichtige rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Trägerschaft der Nachbarschaftshilfe zu klären, da davon auch die Einsätze abhängig sind.

 

 

Fehlende Seniorenbegegnungsstätte

Immer wieder fällt uns auf die Füße, dass wir nicht genügend Räumlichkeiten für die Seniorenarbeit in Langenzenn haben. 

 

Wenn auch die Pandemie-Situation dies etwas in den Hintergrund treten hat lassen. AWO-Seniorenclub und VdK-Seniorenclub haben ihre Arbeit praktisch eingestellt, andere fangen sehr zögerlich an. 

 

Das seit Monaten nicht nutzbare Bürgerhaus machen den Neustart auch für uns schwieriger.

 

Deshalb hier nochmals ganz offiziell unser Dank an die Stadt, dass wir die ehemalige Gastwirtschaft Grauer Wolf vorübergehend in Teilen nutzen können für eigene Veranstaltungen – auch wenn dies unter speziellen Problematiken geschieht. 

 

So haben wir zwar einen Nutzungsvertrag unterschrieben, mit der Verpflichtung die genutzten Räumlichkeiten auch zu putzen, aber es gibt kein Warmwasser im Haus.

 

 

Satzungsänderung

Die Satzungsänderung habe ich bereits angedeutet. Nach 14 Jahren Erfahrung und vor allem durch die enorme Weiterentwicklung der gesamten Seniorenrats-Aktivitäten, ergeben sich für uns Notwendigkeiten zur Änderung unserer Satzung und auch die erstmalige Schaffung einer internen Geschäftsordnung. 

 

Hier werden wir in den kommenden Monaten noch einen Entwurf der Stadt vorlegen.

 

 

Ehrenamt

Wir sind sehr froh, dass wir in den zurückliegenden Jahren immer wieder eine wachsende Zahl von Ehrenamtlichen bei uns integrieren konnten. Dieses erfordert inzwischen schon fast ein eigenes Ehrenamts-Management. Wie überhaupt auch die verwaltungstechnischen Anforderungen steigen.

So ist die Tätigkeit eines Seniorenrats-Vorsitzenden inzwischen locker ein 30-Wochen-Stunden-Job.

 

Es wäre sicherlich interessant über alle ehrenamtlichen Tätigkeiten aller Seniorenrats-Aktivitäten mal einen Nachweis zum dem hierfür erbrachten ehrenamtlichen Zeitaufwand zu führen, der hier für die Stadt Langenzenn erbracht wird.

Aber dann wären wir wieder beim Verwaltungs-Aufwand.

 

Als ein neues Projekt, starten wir im August einen regelmäßigen Ehrenamts-Treff, um hier Interessierten und aktiven Ehrenamtlichen eine neue Plattform für Austausch und neue Ideen zu bieten.  Die Gewinnung von neuen Ehrenamtlichen bleibt eine fortwährende Aufgabe auch für uns im Seniorenrat.

 

 

Anträge an den Stadtrat

Es ist ein regelmäßiges Anliegen des Seniorenrates, Themen aus dem Seniorenbereich an die Stadt und den Stadtrat heranzutragen, um unserer Aufgabenstellung als gewählte Interessenvertretung in der Stadt Langenzenn gerecht zu werden.

 

Ich muss gestehen, dass wir mit der Behandlung und Bearbeitung unserer Anträge nicht immer ganz glücklich sind. Als Beispiel darf ich nur nennen, den Antrag nach einem Seniorenstadtplan oder das Thema Seniorenbänke. Hier gehen Jahre ins Land ohne dass sich was bewegt. Dies sind nur 2 Beispiele von mehreren.

Manchmal gab es dazu nicht einmal eine Diskussion im Stadtrat, sondern man hat die Beschluss-Empfehlung die da lautete „Zur Kenntnis genommen“ abgenickt. 

 

Danach sind wir als Antragsteller mitunter so weit wie zuvor.

 

Deshalb auch unser aktueller Antrag auf bessere Einbeziehung in und vor der Beratung von Anträgen des Seniorenrates in den städtischen Gremien.

 

 

In die aktuell anstehenden Gespräche mit den Stadtratsfraktionen werden wir alle nicht erledigten, offenen Anträge nochmals ansprechen.

 

Es gäbe sicherlich noch mehrere interessante Themen, die aber den Zeitrahmen sprengen würden, zumal ja auch noch Zeit für Rückfragen und Gespräch heute sein soll.

 

Einen ausdrücklichen Dank des Seniorenrates darf ich hier an die Adresse der Sozialbeauftragte des Stadtrates richten, die uns immer aktiv zur Seite steht und sich engagiert für unsere Themen einbringt. Vielen Dank an Stadträtin Evelyn Meyer.

 

Aber auch weitergehend unser Dank an alle Stadträtinnen und Stadträte und an die Stadtverwaltung, die Sie uns beratend und unterstützend zur Seite stehen.

 

 

Ausblick

In einer älter werdenden Gesellschaft wachsen auch die seniorenrelevanten Herausforderungen für die Kommunen. 

 

Die Seniorengesellschaft ist eine enorm heterogene Gesellschaft.  In Langenzenn leben derzeit knapp 5.300 Einwohner die 50 Jahre und älter sind. Und wir wissen, dass diese Zahl eine steigende Tendenz aufweist.

 

Dabei dürfen und müssen wir diejenigen, die am Rande stehen und sich zunehmend weniger helfen können, mehr in den Focus nehmen.

 

Auch die gesellschaftliche Teilhabe ist für diesen großen Personenkreis der Senioren eine immerwährende Aufgabe und Herausforderung.

 

Es wäre auch eine vornehme Aufgabe für den Stadtrat im Zuge einer mittel- und längerfristigen Stadtentwicklungsplanung sich mit den speziellen Bedürfnissen der älteren Generation näher zu beschäftigen.

 

Hier wäre der gesamte Sozialbereich mit einer qualifizierten Diskussion am besten in einem Sozialausschuss angesiedelt. 

 

Auch dieser Antrag von uns wartet auf die zugesagte vertagte Entscheidung.

 

Wir haben in 14 Tagen eine Ganztages-Klausur des Seniorenrates, bei der wir uns einigen Schwerpunkt-Themen widmen, die wir in unseren normalen monatlichen Arbeitssitzungen zeitlich nicht mehr unterkriegen.

 

Neben dem Dauer-Thema Seniorenbegegnungsstätte (dies ist wirklich unser dringendstes Problem – auch wenn das Bürgerhaus wieder nutzbar sein wird), werden dies die Themen Mobilität, Wohnen im Alter bis hin zur Altersarmut sein.  Es gibt viel zu tun.  

 

Gerne würden wir es sehen, wenn wir bei allen Seniorenthemen hier gemeinsam mit dem Stadtrat an einem Strang ziehen könnten. 

 

Der gesamte Seniorenrat incl. meiner Personen stehen natürlich für Rückfragen heute und bei anderer Gelegenheit zur Verfügung.

 

Ich danke für die Aufmerksamkeit.

 

 

Langenzenn, den 14. Juli 2021

 

Hans Klinner, Vorsitzender


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Leider gab es zu dem mündlich vorgetragenen Bericht weder eine Diskussion und noch nicht einmal eine Rückfrage von Seiten des Stadtrates. Was hat dies wohl zu bedeuten?


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April 2021

Nach der Neuwahl des Seniorenrates im Oktober 2020 hat die Corona-Pandemie unsere Arbeit doch sehr eingeschränkt. Veranstaltungen mit Publikum waren praktisch nicht mehr möglich. Auch der Seniorenrat selbst konnte in seiner Gesamtheit nur noch wenige Sitzungen durchführen.

Der neu formierte Geschäftsführende-Ausschuss (Corona-Ausschuss) führt seitdem die Geschäfte. Über aktuelle Initiativen zur Umsetzung der Erwartungen an die Kommunalwahl wird auf der Seite "Aktuelles" fortlaufend berichtet. Ebenso natürlich auf der Seite "Protokolle".

Bei dem großen Thema "VGN-Seniorenfahrkarte" hat sich auf Seite des Verkehrsträgers leider nichts positives getan. Auch die Kommunalpolitik ist bislang nicht in unserem Sinne tätig geworden. 

Dies hindert uns aber nicht daran, dass wir uns weiterhin für eine gute Mobilität der Senioren einsetzen.

Deshalb haben wir uns als Gründungsmitglied eingebracht in der neuen Initiative "5-15-365 Bündnis ÖPNV für alle im Landkreis Fürth". Näheres dazu folgt noch.


Erwartungen an die Kommunalwahl 2020

Bereits im Jahr 2018 traten Langenzenner Bürger an den Seniorenrat heran mit der Bitte eine eigene Liste zur Kommunalwahl aufzustellen, damit die Interssen der älteren Generation besser im Stadtrat vertreten werden.

Der Seniorenrat hat sich intensiv mit der Frage befasst und hier aber eine Kollision zur gültigen Satzung gesehen. Das Anliegen selbst wurde für ehrenswert und wichtig erachtet. Man hat sich dann darauf verständigt, so zu agieren, als wären wir eine Partei und haben dann quasi ein Wahlprogramm für eine Seniorenpartei erstellt. 

Dieses Papier wurde "Erwartungen an die Kommunalwahl 2020" genannt und im Frühjahr 2019 allen im Stadtrat vertretenen Fraktionen zur Verfügung gestellt. Dies war verbunden mit der Hoffnung, dass sich möglichst viele Positionen in den späteren Wahlprogrammen der Parteien wiederfinden.

Im Januar 2020 wurde das Papier dem Mitteilungsblatt der Stadt Langenzenn beigelegt und somit an jeden Haushalt verteilt. Damit konnte sich die Bevölkerung mit den seniorenpolitischen Vorstellungen des Seniorenrates auseinandersetzen und vergleichen, was die politischen Parteien im Wahlkampf dazu einbringen.

Dieses Papier gibt es hier nochmals zur Ansicht:  

19-12-00 Erwartungen.pdf

 

In den Wahlprogrammen der einzelnen Parteien wurden unsere Positionen sehr unterschiedlich aufgenommen. Speziell die CSU hatte den allergrößten Teil unserer Erwartungen übernommen. Andere Parteien waren etwas zurückhaltender. Einzelne Punkte fanden sich jedoch bei allen Gruppierungen.

Nun wird es in der neuen Amtsperiode des Stadtrates eine unserer wichtigen Aufgaben sein, die Erwartungen zur Umsetzung zu bringen und die Versprechen der Parteien offensiv einzufordern.

 

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Aufgrund von Beschwerden aus der Bevölkerung haben wir das Thema "Finanzierung der Altenpflege" aufgegriffen. In den zurückliegenden Jahren haben sich die Kosten für die Pflege - insbesondere die Heimkosten stetig nach oben entwickelt. Nachdem die Pflegeversicherung nur einen Teil davon abdeckt, ist der Eigenanteil für die Betroffenen auch ständig gestiegen. Dieser beläuft sich nun pro Person in Einzelfällen im Monat auf knapp 2000€.

Nachdem die Kosten für einen Heimplatz sich weiter nach oben entwickeln werden, haben wir hier von den politisch Verantwortlichen im Land eine soziale, solidarische Finanzierung eingefordert. Hier hat die Politik auf die Entwicklung leider nicht entsprechend reagiert. Deshalb unser offener Brief zu dem Thema und die erfolgten Reaktionen hierzu auf unserer Homepage:

 

Offener Brief zur Finanzierung Pflegeversicherung

Wie ist eine gesicherte Pflege zukünftig finanzierbar?????

Der Seniorenrat der Stadt Langenzenn fordert eine neue Ausrichtung der Pflegeversicherung mit dem Ziel eines sozial verträglichen Kostenanteils für die Pflegebedürftigen.

Trotz Verbesserungen bei den Leistungen der Pflegeversicherung durch das Pflegestärkungs-Gesetz II ist der Eigenanteil bei Bewohnern von stationärer Pflege in den letzten Jahren erheblich gestiegen.

Die finanziellen Belastungen für die Betroffenen können bei Inanspruchnahme von Pflegeleistungen erheblich sein.

Fast die Hälfte aller Pflegebedürftigen in Heimen sind auf Sozialhilfe angewiesen, weil die Rente nicht reicht. Damit sind wir wieder bei der Situation wie vor Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung im Jahr 1995.

Die Zahl der zu Pflegenden in Deutschland und somit die Kosten für die Pflege werden in den nächsten Jahren rasant ansteigen. Die Politik ist gefordert. Die Situation ist nicht neu sondern schon lange vorhersehbar, ohne dass eine Reaktion des Gesetzgebers erfolgte. Experten schlagen einen Systemwechsel vor, der das derzeitige Modell auf den Kopf stellt.

Die Pflegeversicherung als Teilleistungsversicherung basiert auf der Gewährung von Pauschalen, im ambulanten wie auch im stationären Bereich. Jede Verbesserung, beispielsweise des Personalschlüssels oder der Bezahlung der Pflegekräfte in einem Heim, führt automatisch dazu, dass der Eigenanteil des Heimbewohners steigt, da die Leistungen der Pflegeversicherung gedeckelt sind.

Dadurch droht immer öfter der Absturz in die Sozialhilfe.

Nur ein grundsätzlicher System-Wechsel in der Pflegeversicherung kann dies stoppen. 

Hier halten wir schon lange für überfällig z.B.

- die deutliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen in den sozialen Sicherungssystemen

- die Einführung eines steuerfinanzierten Beitrages zur Finanzierung der Pflege

Grundsätzlich ist der Eigenanteil bei der stationären Pflege auf ein sozial verträgliches Maß zu senken und als kalkulierbare Größe einzufrieren.

 

Wir machen außerdem den Vorschlag, den bisherigen Solidarzuschlag nicht abzuschaffen, sondern deren Leistungen umzuwandeln für die finanzielle Unterstützung des demografischen Wandels in Ost und West. 

Aufgrund der zunehmenden Alterung unserer Gesellschaft sind große soziale Hilfestellungen für die ältere Generation in den kommenden Jahren zwingend nötig. Deshalb sollten wir diese bestehende Abgabe nicht einfach abschaffen.

 

Langenzenn, den 14. April 2019

 

Hans Klinner

Vorsitzender

Postanschrift: Wiesenweg 9, 90579 Langenzenn

 

 

Mit diesem offenen Brief haben wir uns an alle örtlichen Wahlkreis-Abgeordneten, an die Bundestagsfraktionen und die Bundesminister Spahn und Giffey gewandt.

 

Nachstehend einige Auszüge aus den teilweise sehr ausführlichen Rückmeldungen nach zeitlichem Eingang: